Als Reaktion auf die Bildungsproteste will Bildungsministerin Schavan (CDU) den Bafög-Satz nächstes Jahr erhöhen. Auch über ein nationales Stipendienprogramm wird verhandelt.

Die Studierenden klagen über mangelnde finanzielle Unterstützung der Regierung. Bild: dpa
BERLIN dpa/ap | Die Bundesregierung will zum 1. Oktober 2010 das Bafög erhöhen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums am Freitag. Der Umfang der Erhöhung müsse noch mit den Ländern besprochen werden. Zeitgleich soll ein nationales Stipendienprogramm starten, von dem 10 Prozent der rund zwei Millionen Studenten profitieren sollen.
Mit der Ankündigung der Bafög-Erhöhung kam Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) den bundesweiten Protesten der Studenten entgegen. Trotz der Zugeständnisse der Politik wollen die Studenten und Schüler ihre Proteste für ein sozial gerechtet Bildungssystem fortsetzen. Der studentische Dachverband fzs hat auch für die kommenden Wochen Demos angekündigt.
Mitte Dezember will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Bafög-Anhebung und das Stipendiensystem sprechen. Während sich die Länder bereits Mitte Oktober geschlossen für die Anhebung der Ausbildungsförderung ausgesprochen hatten, ist das Stipendienmodell noch umstritten.
Merkel äußerte Verständnis für die Proteste. "Die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge macht die Lücken im deutschen Bildungssystem sehr, sehr deutlich", sagte sie am Freitag. Es gebe zu wenig Studienplätze und zu großen Zeitdruck. Dass die Studiengänge verschulter geworden sind, mache sich besonders in den Geisteswissenschaften bemerkbar. "Hier muss dringend etwas unternommen werden", so Merkel.
Die SPD-Fraktionsvize Dagmar Ziegler kritisierte, dass die Bafög-Erhöhung von der gleichzeitigen Einführung des Stipendienprogramms abhängig gemacht werden soll. Die SPD lehne das Modell ab. Es fehle an Sozialkomponenten. Zudem seien die Stipendien abhängig von der Wirtschaftskraft des Hochschulstandortes.
Während Finanzminister Schäuble keine Alternative zum rigiden Spardiktakt für Griechenland sieht, zweifelt Bundestagspräsident Lammert am engen Zeitplan für das Milliardenparket für Athen.

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
11.02.2011 18:03 | dreddy
Ich verstehe nicht warum jetzt als erste Reaktion auf die Bildungsstreiks eine BaföG-Erhöhung diskutiert wird. Ich selbst b ...
11.02.2011 18:03 | Purple Tentacle
In Stuttgart gabs bei der Groß-Demo Tränengas und Knüppel gegen Studenten. Allein aus meinem unmittelbaren Bekanntenkreis h ...
11.02.2011 18:03 | Student
Liebe taz, wo ist der artikel über die bildungsstreikdemo am 21.11. in stuttgart? ...