Kommentar von CHRISTIAN SEMLER
Ein weiteres Mal scheint es der Bundeskanzlerin zu gelingen, ihr wichtigstes Regierungsinstrument, die lange Bank, zum Zwecke der Krisenbewältigung einzusetzen. Am Montag teilte das Präsidium des Bundes der Vertriebenen (BdV) mit, es werde bei der Sitzung am Dienstag zwar über die Nominierung Erika Steinbachs für den Rat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" entscheiden. Ob diese Entscheidung aber in ihrer Benennung bestehen wird oder ob diese erneut verschoben wird, sei "ergebnisoffen".
Bei einer Verschiebung würde Angela Merkel Zeit gewinnen. Sie könnte sie nutzen, um die drohende Koalitionskrise mit der FDP abzuwenden, die weiterhin bei ihrem Nein zur Bestellung Erika Steinbachs bleibt.
Für die weitere - und zwar möglichst lang andauernde - Vakanz des Stiftungssitzes für Erika Steinbach sprechen aber nicht nur parteitaktische Momente des Augenblicks. Dem Bund der Vertriebenen könnte der leere Stuhl als "sichtbares Zeichen" ihres Anspruchs dienen, auf die Nominierung der ihnen zustehenden Sitze frei entscheiden zu können. Die Stiftung hingegen könnte endlich mit der Arbeit beginnen. Mit deren Ergebnissen würden die Chancen wachsen, die Stiftung als unabhängiges Unternehmen zu etablieren - unabhängig auch von politischen Einflussnahmen des Vertriebenenverbandes.
Ein solches dilatorisches Vorgehen würde auch der polnischen Seite die Einsicht erleichtern, dass Erika Steinbach nicht die Mittel besitzt, die ihr von einem neurotischen Teil der polnischen Öffentlichkeit zugeschrieben werden. Je mehr die Stiftung den Verdacht entkräftet, die Deutschen wollten ihre Geschichte umschreiben und von Tätern zu Opfern werden, desto mehr wird das Schreckbild Erika Steinbach in der polnischen Öffentlichkeit verblassen. So dass sich dort schließlich kein Mensch mehr über die Besetzung eines Stiftungsbeirats in Deutschland echauffieren müsste.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
18.11.2009 20:10 | PedroCastello
NAch Genfer Konvention ist die Besatzungsmacht für alle militärischen und paramilitärischen Ausschreitungen im bentzten Geb ...
17.11.2009 12:59 | Karl-P. Schlor
Mein "Vorschreiber" Luftschloß hat völlig recht, es handelt sich hier um eine (feige) politische Ge ...
16.11.2009 21:48 | Luftschloss
"Je mehr die Stiftung den Verdacht entkräftet, die Deutschen wollten ihre Geschichte umschreiben und von Tätern zu Opfern w ...