Wie Migranten mit der Gentrifizierung zurechtkommen, zeigt der Theatermacher Tim Staffelvon PETER NOWAK
"Ist der Wrangelkiez die Banlieue von Berlin?" So titelten Boulevardzeitungen im November 2006. Zuvor war es zu einer Auseinandersetzung zwischen Kreuzbergern und der Polizei gekommen, nachdem Letztere zwei Jugendliche festnehmen wollte. Diese Szene wird zu Beginn von Tim Staffels Theaterstück "Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht" aufgenommen. Bis zum 12. November läuft es im HAU 2.
Das Stück zeigt, wie sich die viel beschworene Gentrifizierung im Alltag einer fünfköpfigen Familie mit migrantischem Hintergrund auswirkt. Alle Figuren sind gezwungen, sich zu verkaufen - auch wenn sie es selber nicht wahrhaben wollen. Besonders deutlich wird das bei dem von Murat Seven gespielten jüngeren Sohn Hakan, der in Sprache und Gestik den Kiez-Macho raushängen lässt, während er seinen Lebensunterhalt als Darsteller in Schwulenpornos bestreitet. Seine Schwester Feride, von Claudia Wiedemeier dargestellt, gibt sich als selbstbewusste junge Frau, die bei ihrem Job am Empfang eines Fitnessstudios ihr Kopftuch absetzt. Am Heimweg verhüllt sie hingegen ihr Haar, weil sie nicht von Männern angesprochen werden will.
Enttäuschend klischeehaft sind die Eltern geraten. Die von Melek Erenay gespielte Mutter sitzt immer nur mit steifen Knien auf dem Sofa. Ihrem Vermieter gibt sie ahnungslos ihre Unterschrift für die mit einer saftigen Mieterhöhung verbundene Modernisierung.
Fast alle Fragen, die im Zusammenhang mit dem Großthema "Türken in Deutschland" diskutiert werden, hat der in Ankara geborene und seit zehn Jahren in Berlin lebende Regisseur Nurkan Erpulat in dem Stück verarbeitet. Dabei ist er mit viel Witz und erfrischend respektlos vorgegangen. Doch beim Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorführung am Montagabend gab es auch Kritik. "Die Situation im Wrangelkiez finde ich in dem Stück zu wenig wieder", meinte ein Kreuzberger. "Bei uns verkaufen sich nicht alle so billig, wie in Ihrem Stück."
Der Justizsenator will die elektronische Fußfessel auch für Untersuchungshäftlinge nutzen. Die Opposition ist skeptisch. von Stefan Alberti

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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