Reaktion auf den schweren Anschlag auf ein UN-Gästehaus: Viele UN-Mitarbeiter reisen vorübergehend nach Dubai oder Zentralasien ab. Nur wenige bleiben.von SVEN HANSEN

Ein UN-Konvoi verlässt Kabul. Bild: ap
BERLIN taz | Acht Tage nach dem Anschlag auf ein von UN-Mitarbeitern bewohntes Gästehaus in Kabul, bei dem fünf ausländische UN-Mitarbeiter und drei Afghanen getötet wurden, ordnete die afghanische UN-Mission (Unama) am Donnerstag die vorübergehende Evakuierung von rund 600 ihrer 1.100 internationalen Mitarbeiter an.
Die meisten sollen für mehrere Wochen außer Landes gebracht werden. "Das Hauptziel ist, dafür zu sorgen, dass die UN-Aktivitäten weitergehen können, während gleichzeitig die Sicherheit verbessert wird", sagte Unama-Sprecher Aleem Siddique.
Die UN haben bis zu 5.500 Mitarbeiter am Hindukusch, die meisten von ihnen sind Afghanen. Dort verbleiben sollen jetzt nur solche internationalen Mitarbeiter, die unbedingt gebraucht würden. Die Taliban hatten sich zu dem Anschlag vom 28. Oktober bekannt, bei dem drei Bewaffnete das Bekhtar-Gästehaus gestürmt hatten.
Da die Vereinten Nationen eine wichtige Rolle bei den von den Taliban bekämpften Präsidentschaftswahlen spielten, wurden sie zur Zielscheibe. Die für diesen Samstag geplante Stichwahl war am Montag abgesagt worden, nachdem sich der Herausforderer von Präsident Hamid Karsai, Abdullah Abdullah, zurückgezogen hatte. Eine mehrheitlich mit UN-Vertretern besetzte Kommission hatte die Stichwahl durchgesetzt.
Die Vereinten Nationen nutzen in Kabul rund 90 Wohnhäuser. Der vorübergehende Abzug eines Teils des Personals soll die Konzentration auf weniger Gebäude ermöglichen, was die Sicherheit der UN-Mitarbeiter verstärken soll, sagte Unama-Sprecher Siddique.
Die meisten Mitarbeiter werden nach Dubai, das bisher schon als Ruhezone dient, und nach Zentralasien ausreisen. Am Montag hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Kabul besucht und auch Sicherheitsfragen diskutiert. Zu Wochenbeginn hatten die Vereinten Nationen wegen Terroranschlägen bereits einen Teil ihres Personals aus der Nordwestprovinz und den Stammesgebieten im benachbarten Pakistan abgezogen.
Bei einem neuen Nato-Luftangriff sollen nach Angaben von Dorfbewohnern in der südlichen Provinz Helmand neun bis elf Zivilisten getötet worden sein, darunter drei Kinder. Ein Sprecher der Provinzregierung bestätigte den Angriff, sprach aber von acht getöteten Taliban-Kämpfern. Fernsehaufnahmen zeigten protestierende Afghanen mit zwei Kindersärgen. Zu Protesten mehrerer hundert Menschen gegen die internationalen Truppen soll es am Donnerstag auch in der östlichen Provinz Khost gekommen sein.
Seit Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan sind, spricht man wieder von Kriegsveteranen. Der Verteidigungsminister will ihnen jetzt einen Jahrestag geben.

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
06.11.2009 10:42 | Schuhkouloulou
Der erste Schritt in die richtige Richtung ;-)