Kommentar von RALPH BOLLMANN
Am Montag waren in Paris die Steuersenker unter sich. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy empfing in Guido Westerwelle den Gesinnungsgenossen einer europaweiten Haushaltspolitik auf Pump. Den deutschen Koalitionsvertrag begrüßt Sarkzoy vor allem deshalb, weil er sich von den Wünschen der FDP eine Aufweichung des europäischen Stabilitätspakts verspricht. Gemeinsam ist den beiden Politikern auch der Ärger über Kritiker im eigenen Lager: Weil geplante Steuersenkungen riesige Löcher in die Kassen der Gebietskörperschaften reißen, drohen Vertreter der Regierungspartei beiderseits des Rheins mit einer Ablehnung in der zweiten Kammer.
Anders als Sarkozy hat Westerwelle den Wunsch nach Steuersenkungen während seiner Zeit als Oppositionspolitiker zum dominierenden Programmpunkt erhoben, und er steht in dieser Frage einem weitaus größeren Koalitionspartner gegenüber. Mit einer gezielten Politik der Nadelstiche rückt der neue Finanzminister Wolfgang Schäuble immer deutlicher von den Lieblingspassagen der FDP im Koalitionsvertrag ab.
Geradezu lustvoll scheint es die CDU auf die Demontage jener Partei abgesehen zu haben, die ihr während der Jahre der großen Koalition mit einem unfinanzierbaren Wunschprogramm einen Teil der eigenen Klientel abspenstig machte. Entzauberung durch Regierungsverantwortung, das haben sich die Konservativen im Umgang mit den Liberalen offenkundig vorgenommen. An die Erfolge der Oppositionspartei FDP im Wahljahr 2009 wird eine Regierungspartei FDP nie wieder heranreichen können. Seit dem Wahlabend hat Westerwelle den Zenit seiner Laufbahn bereits überschritten - auch wenn ihm dieses Licht im Goldglanz seiner Antrittsbesuche noch nicht aufgegangen ist.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
04.11.2009 09:03 | Amos
zu Echnaton ...
03.11.2009 16:30 | carolus
das ziel der gemeinsamen regierungsverantwortung mit den jeweiligen wunschpartnern ist erreicht.jetzt geht es der cdu darum ...
03.11.2009 13:59 | Echnaton
Richtig. So wie Frau Merkel es geschafft hat, eine SPD zu entzaubern, deren Heilsversprechen nur auf Pump zu haben waren, s ...