Kommentar von HANNA GERSMANN
Das Ökoproblem der schwarz-gelben Koalition fängt mit der Besetzung der Posten im Umweltministerium an. Da kommt erstens als Minister Norbert Röttgen, der schon mal Chef des Bundesverbandes der Industrie werden sollte. Er holt sich zweitens als Staatssekretärinnen Katharina Reiche und Ursula Heinen-Esser, beide Kämpferinnen für die Gentechnik. Umweltaktivisten könnten nun resignieren. Man kann das aber auch anders sehen - und Röttgen eine Chance geben.
Ähnlich wie seine Vorgänger, der grüne Trittin und der SPD-Mann Gabriel, kommt Röttgen ins Amt - unbescholten von der Ökologie. Aber genau wie seine Vorgänger setzt er auf Karriere. Und die macht er in diesen Zeiten, in denen ein grüner Anstrich in der Gesellschaft wieder zieht, sicher nicht, indem er sich als Antiumweltminister gibt. Sicher, es gibt einen Haken: den Koalitionsvertrag. Er kann ökologisch Verständigen in vielen Teile nicht gefallen: Naturschutzregeln sollen aufgeweicht, Ackergifte gefördert, die umstrittene Genkartoffel Amflora zugelassen werden. Von Ökosteuer keine Rede. Und das Kapitel Mobilität liest sich wie aus Zeiten, als Politiker noch versprachen, kein Mensch werde länger als 20 Minuten entfernt von einer Autobahn leben. Die Betonfraktion hat sich durchgesetzt.

Hanna Gersmann ist Redakteurin für Ökologie und Wirtschaft. Foto: taz
Aber: Der Vertrag - und das ist durchaus ärgerlich - ist in sich nicht schlüssig. Denn zugleich versprechen Union und FDP vor allem Treibhausgase stärker zu mindern als je zuvor eine Regierung. Sie bekennen sich zum Ausbau erneuerbarer Energien. Und sie lassen offen, wie die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängert werden sollen. Das Regierungsprogramm hat Spielraum. Resignation ist schlecht, Aufstand gut. Es braucht eine starke Ökobewegung, damit Röttgen nicht anders kann, als Öko zu werden.
Ein Ding im Karton, das erst mal im Rucksack bleibt. Bis die Kinder kommen. von Ambros Waibel
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
27.10.2009 14:56 | Jürgen Schütte
Lass den Röttgen noch einen Schluck Rheinwasser trinken und wir haben Töpfer II.
27.10.2009 08:44 | Sonicht
Der CDU-Landesvorsitzende Mecklenburg-Vorpommerns, Jürgen Seidel, am 21. Juli 2006 in einem Zeitungsinterview: „Ich halte e ...
27.10.2009 07:57 | Robert
"Es braucht eine starke Ökobewegung, damit Röttgen nicht anders kann, als Öko zu werden." ...