Im Internet zeigt ein Video angeblich wie pakistanische Soldaten Verdächtige foltern. Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge gibt es solche Vorfälle häufiger.

Tritte und Peitschenhiebe: Folterungen auf YouTube-Video. Bild: Screenshot youtube.com
ISLAMABAD taz/ap | Auf Facebook und später YouTube ist ein Video aufgetaucht, das offenbar die brutale Misshandlung von Verdächtigen durch pakistanische Soldaten zeigt. Wo und wann das Video gemacht wurde, ist indes nicht bekannt.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erklärte, zwar könne die Authentizität des Videos nicht überprüft werden, doch seien derartige Vorfälle keine Seltenheit. Sollte sich das Video als echt erweisen, wäre es der erste Beweis für eine solche Misshandlung.
Das Video zeigt einen Offizier, der einem Innenhof mehrere Männer verhört, darunter auch einige Senioren. Bei unbefriedigenden Antworten tritt der Offizier zur Seite und Soldaten schlagen, treten und peitschen die Männer aus. Mehrmals hält der Offizier die Soldaten zurück.
Einer der älteren Männer liegt später auf dem Boden und ruft auf Pashto "Habt Gnade mit mir, oh Gott!" Fast ein Sechstel der pakistanischen Bevölkerung spricht Pashto. Ansonsten wird die Sprache vor allem noch in Afghanistan und im Iran gesprochen. Allerdings spricht der Offizier stellenweise Urdu, die Landessprache von Pakistan.
Der Sprecher des pakistanischen Militärs, Athar Abbas, sagte am Freitag, die Vorwürfe würden überprüft. "Alle, die Unrecht getan haben, müssen mit Disziplinarmaßnahmen rechnen", sagte Abbas der BBC. "Solches Verhalten wird in der pakistanischen Armee nicht toleriert."
Allerdings hatte bereits im August die unabhängige Menschenrechtsorganisation Human Rights Commission of Pakistan berichtet, dass sie "glaubwürdige Berichte von Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren" durch pakistanische Sicherheitskräfte im Swat-Tal habe. Diese Vorwürfe hat das pakistanische Militär zurück gewiesen.
<object width="425" height="344">
aram name="movie" value="http://www.youtube.com/v/PwADGsP2338&hl=de&fs=1&rel=0"></param>
aram name="allowFullScreen" value="true"></param>
aram name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/PwADGsP2338&hl=de&fs=1&rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object>
Vorsicht: Dieses Video enthält verstörende Gewaltszenen!
Die Arabische Liga will eine Friedenstruppe mit UN-Blauhelmen nach Syrien schicken. Doch das geht nur im Einklang mit Russland und China. Aber die zeigen Zurückhaltung.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Disney erlaubt seinen Mitarbeitern endlich offiziell das Tragen von Gesichtsbehaarung. Anlass für ein taz-Bartquiz.

Leserkommentare
14.10.2009 14:31 | Reinki
Von Gutmenschen und Gutdenkern aller couleur scheint es in unserem Lande und besonders in diesem Forum nur so zu wimmeln. S ...
10.10.2009 16:41 | Lodin
Im Iran wird nattürlich auch pashtu gesprochen...aber nicht von den Iranern, sondern von pashtunen die dort leben...so war ...
05.10.2009 23:50 | aso
@ Kati: ...