Das TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und Herausforderer Steinmeier am 13. September darf nicht im Radio oder Internet übertragen werden. Deutschlandradio revanchiert sich.von STEFFEN GRIMBERG

Sorgen für Ärger zwischen den Anstalten: Merkel und Steinmeier. Bild: dpa
Günter Müchler ist eigentlich ein Mann der leisen Töne. Doch jetzt ist dem Programmdirektor des Deutschlandradios der Kragen geplatzt, Müchler ist sauer, vermutlich sogar stinksauer - auf seine lieben öffentlich-rechtlichen Kollegen von ARD und ZDF.
Bei denen gelten Deutschlandfunk und Deutschlandradio ohnehin ja gern mal als arme Verwandte, und jetzt, beim Kanzler-Duell am 13. September erst recht: Denn das TV-Duell wollen ARD und ZDF gemeinsam mit RTL und Sat.1 zeigen. Und anders als bei der letzten Bundestagswahl 2005 haben sich die Sender darauf geeinigt, in diesem Jahr keine Liveübertragung im Radio und im Internet zuzulassen.
Dass dies auch für die Radiowellen der ARD gilt, stimmt Müchler auch nicht milder - und der nationale Hörfunk retourkutscht sommerlochtauglich zurück: "Auf Anweisung des Programmdirektors und bis auf Widerruf wird Deutschlandradio Kultur keine Hinweise oder Empfehlungen mehr für Sendungen im Fernsehprogramm von ARD und ZDF bringen. Hintergrund: ARD und ZDF sind dagegen, dass Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk auf einer ihrer Mittel-, Kurz- oder Langwellen das Kanzlerduell zwischen Merkel und Steinmeier übertragen" heißt es in einer DLR-"Dienstanweisung", die epd-Medien vorliegt.
Das verrät zum einen, dass auch die Deutschlandradios die Chose nicht gerade für UKW-tauglich hält - was mit Blick auf die geballte verbale Sprühkraft von Merkel und Steinmeier verständlich ist. Andererseits lädt der Sender wie schon 2005 im Anschluss ans Duell zur Spontan-Auswertung, unter anderem mit Giovanni di Lorenzo (Zeit), Welt-Chefredakteur Thomas Schmid und dem Medienforscher Lutz Hachmeister, die natürlich live im Deutschlandfunk übertragen werden soll. Doch das macht ja nun keinen rechten Sinn mehr.
Aber vielleicht diskutieren die Herren dann einfach über den Haussegen im öffentlich-rechtlichen Universum.
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
21.08.2009 11:25 | Vetter Bolle
@Petter Polle
21.08.2009 08:32 | lance a.
Für all diejenigen, die sich das antun wollen: Kotztütchen schön deneben legen.
20.08.2009 19:04 | Anna
Ts, ts...das Duell der 'Giganten' steht unter 'Europa'. Dürfen die anderen 26 Länder auch Steinschröder oder Kohlmerkel wäh ...