Kommentar von GORDON REPINSKI
Als Freiherr Karl Theodor zu Guttenberg vor wenigen Wochen samt Frau auf den Wagner-Festspielen erschien, haben manche einen Hauch von Obama über den Hügeln Bayreuths verspürt. Es war der Höhepunkt einer Beliebtheitskurve, die sich zuvor von Gipfel zu Gipfel schwang und auch ihn selbst verwundert haben dürfte.
Diese Zeit ist nun vorbei. Mit dem "Industriepolitischen Gesamtkonzept", das sein Ministerium ausgearbeitet hat, tritt hinter der baroness-diplomatischen Fassade des Ministers erstmals der konservative Wirtschaftspolitiker offen hervor. Den hatte zu Guttenberg bislang zu verbergen versucht.
Dieser "reale" Guttenberg bedeutet: Änderungen im Arbeitsrecht sollen Kündigungsschutz aufweichen, Leiharbeit ausweiten, Mindestlöhne zurückdrängen. Der Sozialstaat soll in Zukunft weniger über Beiträge finanziert werden, während die Spitzensteuersätze weiter purzeln. Die Folge: Kann zu Guttenberg sein Konzept umsetzen, dann wird das deutsche Sozialsystem enorme Einschnitte erleben.
An diesen Realitäten wird der Minister fortan gemessen werden - nicht mehr an sprachlicher Gewandtheit oder an seinen Maßanzügen. Dass zu Guttenberg das Papier just wieder einkassiert hat, sobald es in die Öffentlichkeit gelangt war, passt ins Bild eines Mannes, dessen Aufrichtigkeit dort endet, wo sie ihn zu viele Wähler kosten würde.
Doch hinter dem Medienphänomen Guttenberg steht eine Gesellschaft, die nach Figuren dürstet, die das Vakuum von Generationen stocksteifer und visionsarmer Politiker mit Leben füllen. Zu Guttenberg mit seiner jugendlichen Eloquenz hat sich hierfür geradezu angeboten.
Dass er kaum Inhalte geliefert hat, wurde übersehen. Welch Potenzial für das nächste politische Talent, das nicht nur reden kann, sondern vielleicht auch noch eine echte politische Idee mitbringt.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
17.08.2009 19:10 | joerg.hoehne
einen guttenberg kann m an nicht an seinen worten messen,und auch nicht an seinen taten. ...