Kommentar von INES POHL
Kein Ereignis ist wichtig genug, um für eine Berichterstattung die Grundregeln der Pressefreiheit zu verraten. Deshalb haben wir uns entschieden, über die Leichtathletik-Weltmeisterschaft, die am 15. August in Berlin beginnt, nicht zu berichten. Denn wie schon bei der Fußball-WM 2006 müssen JournalistInnen, um eine Akkreditierung zu bekommen, einer umfassenden Überprüfung ihrer persönlichen Daten zustimmen. Genutzt werden dabei Datensammlungen der Polizei des Bundes und der Länder bis hin zu Informationen des Verfassungsschutzes sowie des Bundesnachrichtendienstes. Das ist ein massiver Eingriff in das Gebot der Pressefreiheit. Wenn ein Journalist nachweisen kann, dass er ein Journalist ist, hat er das Recht auf eine Arbeitsgenehmigung. Jegliche Einschränkung ist aus guten Gründen nicht statthaft.

Ines Pohl ist Chefredakteurin der taz. Foto: Bernd Hartung
Dazu kommt, dass privaten Unternehmen Informationen der Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellt werden. Damit entscheidet das Berlin Organising Committee (BOC) schließlich, wem es erlaubt wird, das Stadion zu betreten, und wem nicht.
Diese sogenannten Zuverlässigkeitsprüfungen sind ein weiterer Beleg dafür, dass unter dem Deckmantel Sicherheit die Rechte von JournalistInnen immer weiter eingeschränkt werden. Nachdem die Überwachung von Telefon- und Internetdaten deutlich ausgeweitet wurde, werden Pressevertreter bei Großveranstaltungen offensichtlich immer häufiger gezwungen, einem Personencheck zuzustimmen, wenn sie ihre Arbeit machen wollen. Die taz wird deshalb auf die Berichterstattung über die Leichtathletik-WM ganz verzichten.
Der brachiale Sparkurs in Griechenland verstärkt die Wirtschafts- und Schuldenkrise. Wie soll das Land seine Schulden abbauen, wenn die Wirtschaft am Boden liegt? von Nicola Liebert
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
14.08.2009 10:54 | Ihr Name Michael Klawitter
Mein Kommentar: LÄCHERLICH! Die TAZ ist doch eh unsportlich.... ungefähr so "treffend", als wenn die Mietze sich weigert fü ...
08.08.2009 19:30 | Schoschie
Richtig so. Wobei es mir leicht fällt, hier zuzustimmen, da mich Sport-Nachrichten kaum interessieren. Aber die Entscheidun ...
07.08.2009 21:22 | Nicolas Loose
Vielen Dank! Großartige Entscheidung.