Kommentar von GERNOT KNÖDLER
Die Braunschweiger Verwaltung will einen Flashmob verhindern - in diesem Fall eine wilde Massen-Grillparty auf dem Schlossplatz. Nur Veranstaltungen, die der historischen und städtebaulichen Bedeutung des Ortes gerecht werden, seien zulässig. Dass die Stadt einer so coolen Veranstaltung Steine in den Weg legt, ist ungeschickt.
Zum einen ist der Schlossplatz nur der Lage nach historisch. Das Schloss ist nur Fassade. 2007 wieder aufgebaut, teilweise unter Verwendung alten Materials, kaschiert es ein Einkaufszentrum. Eine Würde des Ortes zu unterstellen, fällt hier schwer.
Was den Städtebau betrifft, so reißen sich die Planer normalerweise ein Bein aus, um neu gebaute Viertel und Orte zu beleben, sie mit Charme und Charakter zu versehen. Kommen dann Leute, die jenseits eines Einkaufsbummels tatsächlich anfangen, so einen Platz zu nutzen - etwa Skater oder in diesem Fall die Flashmobber - bricht bei den Ordnungsämtern Panik aus.
Nun ist es nicht gerade so, dass landauf landab das Lob Braunschweigs gesungen würde. Die Stadt kann froh sein, dass sie als Ort für einen Flashmob in Frage kommt - und zwar wahrscheinlich nur, weil es heute als schick gilt, an Orten Party zu machen, die dafür auf den ersten Blick als völlig ungeeignet erscheinen. Hier gibt es Standortmarketing kostenlos. Die Stadtoberen sollten das nutzen.
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Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
03.08.2009 13:27 | Rita2
Komisch das genau am gleichen Tag, 08.08.2009, zur genau gleichen Uhrzeit ganz in der Nähe des Schlossplatzes, eine Veranst ...
30.07.2009 14:11 | Bionca Knowless
Die grösste PR für Braunschweig seit der Einbürgerung Hitlers.
30.07.2009 11:50 | Boiteltoifel
Wer schonmal in Braunschweig war wird sich fragen, warum man dort freiwillig picknicken sollte...