Kommentar von ULRICH SCHULTE
Jeder Mensch entscheidet am Ende selbst, wie er stirbt. Auch dann, wenn er diese Entscheidung seinem Arzt nicht mehr bei vollem Bewusstsein mitteilen kann. Dies ist das Ziel von Patientenverfügungen, und der Bundestag hat gut daran getan, diese Willenserklärungen endlich gesetzlich festzuschreiben.

Ulrich Schulte leitet das Inlandsressort der taz. Foto: anja weber
Denn damit hilft er bei Entscheidungen über Leben und Tod vielen aus einem Dilemma. Den Ärzten, die in einer juristischen Grauzone agieren, den Angehörigen, die oft über den Wunsch des Kranken mutmaßen müssen, und vor allem den Patienten selbst, die künftig davon ausgehen können, dass ihrem Willen Folge geleistet wird.
Allein deshalb verdient das neue Gesetz Lob. Es erkennt die in der Verfassung garantierte Selbstbestimmtheit des Individuums nicht nur an, sondern stärkt sie ausdrücklich. Schließlich kann jeder Mensch frei bestimmen, welche medizinische Behandlung er bei welcher Erkrankung akzeptiert und welche nicht. Durch die Novelle gilt dieses Recht künftig auch dann verbindlicher, wenn ein Patient nur noch durch Maschinen am Leben erhalten wird, etwa mit Gehirnschäden im Koma liegt.
Im Detail weist jedoch auch der jetzt beschlossene Gesetzentwurf Mängel auf. Wer eine Patientenverfügung schreiben möchte, muss diese konkret formulieren - und sollte über Krankheiten und Heilungschancen Bescheid wissen. Die Abgeordneten trauen den Menschen diese Kompetenz zu. Dafür gibt es sicher gute Gründe.
Bevor man über das Sterben schreibt, wird man sich mit vielen beraten, und wer unsicher ist, wird im Zweifel keine Verfügung verfassen. Doch Praktiker bestätigen, dass viele Patientenverfügungen zu vage formuliert sind, um wirksam zu werden, etwa weil ältere Menschen Formalien nicht einhalten. Dieses Problem ignoriert das neue Gesetz - eine Beratung durch den Arzt wäre hier hilfreich.
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Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
21.06.2009 11:54 | Amos
Selbstbestimmung über das eigene Leben,dürfte doch ...