Kommentar von DANIEL SCHULZ
Die US-Regierung hat in Deutschland darum gebeten, ehemalige Häftlinge aus Guantánamo aufzunehmen. Genau die gleiche Regierung plant nun offenbar, die Militärtribunale gegen die noch Inhaftierten fortzusetzen. Widersprüchlicher geht es kaum.
Es ist die gleiche Taktik, die Präsident Barack Obama schon bei den Folterern von der CIA gezeigt hat: mit der einen Hand strafen, mit der anderen streicheln. Wo er einen Schritt nach vorn macht, trippelt er zugleich einen zurück. Das dürfte all jene Europäer enttäuschen, die geradezu messianische Heilserwartungen an den neuen Mann im Weißen Haus hatten. Er sollte im Alleingang die hässlichen Monumente der Bush-Ära planieren und dann zusammen mit Al Gore auf den Ruinen einen Garten Eden anlegen, durch den nur noch Dreiliterautos von Chrysler fahren.
Und nun: macht der US-Präsident eine Politik des Sowohl-als-auch. Kommt den Linken ebenso entgegen wie den Rechten. Kennen wir das nicht irgendwoher? Auf einmal sieht Barack Obama Angela Merkel so unheimlich ähnlich. Er schwebt nicht mehr über den Niederungen der Politik, dem Sumpf der Kompromisse. Er läuft mitten hindurch und macht sich dabei tatsächlich manchmal schmutzig. Auweia!
Dabei macht der Mann nur seinen Job - nämlich gewählter Präsident der USA zu sein und nicht Erweckungsguru der globalen linken Mitte. Auch Obama hält die Militärtribunale eines Rechtsstaats für unwürdig. Aber er kann nicht einfach alles ausradieren, was die politische Rechte mit einem Großteil der Bevölkerung im Rücken in den vergangenen Jahren durchgesetzt hat.
Obama versprach seinen Wählern, die tief gespaltene amerikanische Gesellschaft wieder miteinander zu versöhnen. Dafür muss er die Rolle des Heilsbringers auch mal verlassen.
Der Vorschlag der Arabischen Liga, mit der UN eine Beobachtermission für Syrien zu bilden, ist ein tot geborenes Kind. Und der Versuch, Verantwortung abzuschieben. von Peter Philipp
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
25.05.2009 18:15 | Ernest Lukschik
Das war nicht anders zu erwarten. Obamas Wünsche und guten Vorsätze müssen an den realen Bedingungen scheitern. Diese Bedin ...
03.05.2009 20:55 | Fleur
Richtig: Obama ist nicht der Messias, er ist der Präsident der United States of America. ...
03.05.2009 20:17 | francis pastello
lieber herr daniel schulz. ein paar unpersönliche worte über ihre zeilen. ich glaube nicht, dass du nur zeilen füllen wollt ...