Die Prognose der Wirtschaftsinstitute: Die deutsche Wirtschaft wird dieses Jahr um 6 Prozent schrumpfen. Die Zahl der Arbeitslosen könnte bis Ende 2010 auf 5 Millionen steigen.von BEATE WILLMS

Immerhin: Der schlimmste Produktionseinbruch soll vorbei sein. Bild: dpa
BERLIN taz|Die Wirtschaft in Deutschland wird in diesem Jahr um 6 Prozent schrumpfen und auch im nächsten Jahr noch nicht wieder in die Wachstumszone zurückkehren. Das sagen die acht führenden Wirtschaftsinstitute aus dem deutschsprachigen Raum in ihrer Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2009 voraus, die sie im Auftrag der Bundesregierung erstellt haben. Die bisher schlimmste Rezession der Nachkriegszeit hatte die Bundesrepublik 1975 verzeichnet, als die Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent zurückging. Auch die Langzeitprognose gibt kaum Hoffnung: Erst 2013 soll es wieder ein minimales Plus geben.
Die Institute rechnen deshalb damit, dass in diesem Jahr mehr als eine Million Arbeitsplätze gestrichen werden. Schon im Herbst dürfte die offizielle Erwerbslosenzahl die 4 Millionen überschreiten, bis Ende 2010 erwarten sie 5 Millionen.
Dabei glauben sie sogar, dass der schlimmste Produktionseinbruch vorbei ist. "Das große Beben hat im Winterhalbjahr stattgefunden", sagte Kai Carstensen vom Münchner ifo-Institut. "Jetzt kommen die Nachwehen und die Aufräumarbeiten." Allerdings müssten die Regierungen dazu das Bankenproblem in den Griff bekommen. Sonst sei eine neue Vertrauenskrise "keineswegs auszuschließen" und eine weltweite deflationäre Abwärtsspirale "nicht unwahrscheinlich". Die Empfehlung der Gutachter an die Bundesregierung ist denn auch ganz deutlich: "Absolute Priorität" müsse es haben, den Bankensektor wieder zum Laufen zu bekommen, um eine Kreditklemme zu verhindern. Das Problem der bisherigen Maßnahmen sei "die Freiwilligkeit", so Carstensen. "Selbst eine Verstaatlichung stellt ein geringeres Übel dar als ein Andauern der Schwierigkeiten."
Seit dem Herbst können die Banken über den Bankenrettungsfonds Soffin staatliche Garantien und Eigenkapitalhilfen in Anspruch nehmen. Die Experten unterstützen die Forderung nach einer Bad Bank, in die die Institute zurzeit unverkäufliche Wertpapiere auslagern können. Ein konkretes Modell schlugen sie nicht vor. Entscheidend sei nur, "dass der Steuerzahler nicht auf den Verlusten sitzen bleibt", sagte Carstensen. Ansonsten sei aber auch jede zweit- oder drittbeste Lösung in Ordnung -Hauptsache, sie kommt schnell. Auch die staatlichen Eigenkapitalhilfen haben bislang nur wenige private Finanzinstitute angenommen. Die anderen versuchen ihre Probleme beispielsweise darüber zu lösen, dass sie die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank nicht weitergeben und stattdessen die Zinsdifferenz einstreichen. Das jedoch blockiert die Geldpolitik.
Dabei sind die Gutachter der Meinung, dass zusätzliche Impulse für die Konjunktur derzeit nur von weiteren Zinssenkungen und unkonventionelleren Maßnahmen der EZB kommen könnten. Ein weiteres fiskalisches Konjunkturpaket lehnen sie "zum gegenwärtigen Zeitpunkt" ab. BEATE WILLMS
Die Belegschaft der Zeitung "Eleftherotypia" arbeitet, obwohl der Verlag nicht mehr zahlt. Jetzt wird die Tageszeitung selbstverwaltet von der Belegschaft herausgegeben. von Margarita Tsomou

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
04.04.2011 19:14 | Nadi
Nach den Prognosen von Peter Harz, Gerhard Schröder, Wolfgang Clement, Franz Müntefering und Olaf Scholz gibt es keinen sch ...
04.04.2011 19:14 | Juergen K.
Ja, 2 Mio bis zum Herbst. Minimum. ...
04.04.2011 19:14 | H.Klöcker
Wir haben ja auch jetzt 7-8 Millionenen Arbeitslose wenn man die 1-Euro-Zwangsarbeiter und die andere Niedrigstlohnjobber m ...