Kommentar von KARIM EL-GAWHARY
Die Frage ist: Wie kann man den Gazastreifen mit geschlossenen Grenzen wiederaufbauen und darüber hinaus dafür sorgen, dass die eigentlichen Herrscher, die palästinensische Hamas, vom Wiederaufbau ausgeschlossen bleiben? Die Aufgabenstellung der internationalen Geberkonferenz in Sachen Gaza ist offensichtlich nicht einlösbar.
Darüber können auch nicht die Milliarden hinwegtäuschen, die jetzt den Palästinensern versprochen wurden. Denn: Die Grenzen sind weiterhin geschlossen. Und das benötigte Baumaterial ist draußen, während drinnen die Hamas regiert.
Was im Krieg nicht erreicht wurde, nämlich die Hamas zu schwächen, das wird jetzt erneut versucht. In anderen Worten: Die Geldgeber versuchen nun mit dem Wiederaufbaugeld Politik zu machen. Zur Geberkonferenz war entsprechend die Hamas-Konkurrenz des Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geladen. Diejenigen aber, die in Gaza die Fäden ziehen, blieben außen vor. Beharrlich wiederholte Hillary Clinton, die US-Außenministerin, in ihrer ersten Nahostrede ihr Credo: Unterstützt Abbas - isoliert die Hamas. Eine Forderung an Israel, die Grenzen zu öffnen, kam ihr nicht über die Lippen.
Dabei wissen alle schon heute, dass ein Wiederaufbau unter Ausschluss der Hamas nicht funktionieren kann. Folglich hegen sie jetzt die unausgesprochene Hoffnung, dass am Ende eines palästinensischen Versöhnungsprozesses eine Einheitsregierung mit Fatah und Hamas stehen wird. Dies würde der EU und den USA den eleganten Rückzug aus der Sackgasse erlauben. Wiederaufbaugelder könnten dann an den Fatah-Teil der Regierung fließen, mit dem auch verhandelt werden kann, und doch wäre die Hamas politisch eingebunden. Die jetzt versprochenen Gelder können dabei für den palästinensischen Versöhnungsprozess durchaus motivierend wirken.
Bemerkenswert ist noch, dass in allen feierlichen Reden über den Wiederaufbau von Gaza das Wort "Israel" nur sehr selten fiel. Dagegen war immer wieder von der verheerenden humanitären Lage und der Not in Gaza die Rede. Gerade so, als sei der Gazastreifen Anfang des Jahres von einem Erdbeben heimgesucht worden.
Egal, was nun kommt in Griechenland – für die meisten wird es weiter abwärts gehen. Für die Demokratie ist das gefährlich. von Klaus Hillenbrand
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
02.03.2009 20:02 | wolfgang stein
Eine Geberkonferenz abzuhalten ist so sinnlos wie ein Kropf. Es darf überhaupt kein Geld in den Gaza ...