Der Innenminister macht Werbung für die Kampagne gegen Vorratsdatenspeicherung. So kann es kommen, wenn man nicht das Richtige für die Sicherheit tut ...

Sicherheitslücke beim Minister. Bild: screenshot wolfgang-schaeuble.de/
BERLIN taz Wer sich früh am Mittwoch die Website von Wolfgang Schäuble anschaut, findet dort nicht nur offizielle Pressemeldungen vom Tenor "Geschlossene Gesellschaft - Integration gescheitert". Er findet auch einen - wenig dezenten - Hinweis, die Website "Vorratsdatenspeicherung" zu besuchen.
Das ist die Site des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung, eine Gruppe, die sich seit langem gegen Onlinedurchsuchung und ähnliche Sicherheitsbegehren des Innenministers stark macht.

Grüße vom Eindringling. Bild: screenshot wolfgang-schaeuble.de
Grund für diesen Link ist nicht ein plötzlicher Sinneswandel des Ministers, sondern ein Hack von "007", der sich auch den Alias "gewinner" gibt. Der hat nicht nur in den Datenbanken von Schäubles Site ein paar Änderungen vorgenommen.
Weiter unten hat er noch einen freundlichen Link hinzugefügt, der auf die Sicherheitslücke hinweist, die ihm den Zugang zu Schäubles Server ermöglicht hat: "Typo 3 - Please Update it ;)", so der Kommentar des freundlichen Hackers. "And change passwords."
Typo3 ist der Name der offenen Software (Open-Source Content-Management-System) mit der Schäubles Website erzeugt wird. Um den Hack zu sehen, muss man unter Umständen ein wenig Geduld aufbringen. Der Hack hat die Beliebtheit der Website deutlich ansteigen lassen - und so sieht man zuweilen nur den Überlastungshinweis von Typo3.
Auch taz.de verwendet Typo3. Ein Eindringen in unser System war aufgrund zusätzlicher Sicherungen trotz des Typo3-Fehlers nicht möglich.
Ergänzung um 9 Uhr 26: Inzwischen ist die Website von Wolfgang Schäuble leider nicht mehr erreichbar.
Die iranische Internetzensur ist eine der rigidesten weltweit. Nun hat die Regierung Unternehmen verpflichtet, nur iranische Anbieter für Netzdienste zu verwenden. von Torsten Kleinz

Die Opposition hält eine Einigung über den Fiskalpakt vor der Sommerpause für möglich. Bei den Grünen gibt es Streit über einen Sonderparteitag dazu. von Malte Kreutzfeldt

Im Schwerpunkt Überwachung legen wir ein besonderes Augenmerk auf die neuesten Auswüchse der Sammelwut und Kontrollgelüste von Staatsgewalt wie Konzernen. Und natürlich auf Datenpannen aller Art.
Foto: time. / photocase.com
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
11.02.2009 18:02 | Häberle, Eugen
@jhnny^
11.02.2009 16:01 | jhnny^
ach kommt welcher noob kann heutzutage nicht exploiten... sone webseite ist ziemlich easy zu knacken und den md5 kann man b ...
11.02.2009 12:16 | furanku
Das Passwort war übrigens laut heise.de "gewinner". Ein extrem dämliches, leicht knackbares Passwort, dass wirklich die ele ...