Kommentar von GEREON ASMUTH
ugegeben: Gedenkstätten sind sicherlich nicht der Inbegriff von Coolness. Doch so richtig beliebt waren sie wohl bei keiner Schülergeneration. Deshalb kann ein wachsendes Desinteresse der Jugendlichen nicht der Grund sein, warum die Gedenkstätten in und um Berlin einen zum Teil dramatischen Rückgang an Schülergruppen verzeichnen. Es liegt auch nicht am schwindenden Engagement der Lehrer. Hauptproblem ist, dass die Schulen heutzutage schlichtweg nicht mehr in der Lage sind, allen Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden.
Diese Anforderungen sind hoch. Und sie müssen es sein. Denn die Schule ist ein wesentlicher Baustein, um die Jugendlichen in die Gesellschaft zu führen. Deshalb darf der Unterricht keineswegs beim Rechnen und Schreiben enden. Auch die Konfrontation mit der nicht immer einfachen Geschichte Deutschlands muss zentrales Element des Unterrichts sein. Und keine andere Stadt ist besser dafür geeignet, Kindern und Jugendlichen die verschiedenen Zeitschichten erfahrbar zu machen. Denn Berlin ist randvoll mit Spuren der Geschichte. In der Regel müssten Schulklassen nur ein paar Straßen weiterziehen, um spannende Orte zu erleben.
Nicht nur für solche Kurzausflüge fehlt die Zeit. Auch die Initiatoren des Volksbegehrens "Pro Reli" beklagen, dass sich zu wenig Schüler für Religionskunde begeistern, weil sie zu sehr mit anderem Stoff belastet sind.
Der wesentliche Grund für diesen Stress liegt auf der Hand: Die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre. Wer Schulen in durchökonomisierte Ausbildungsanstalten verwandelt, deren oberstes Ziel ist, den Nachwuchs so schnell wie möglich an die Unis zu spülen - damit er von dort nach einer Minimalstudienzeit Richtung Arbeitsmarkt eilt -, wer eine solche Politik macht, darf sich nicht wundern, wenn am Ende junge Menschen von vielem keine Ahnung haben.
Nicht die Jugend von heute ist doof. Doof ist ein Bildungssystem, das Schülern und Lehrern keine Zeit mehr lässt.
Der Ton im Abgeordnetenhaus wird schärfer: Die Opposition fordert von Wowereit Zahlen über die Zusatzkosten. Die drohen den gesamten Haushalt zu kippen. von Stefan Alberti Und Juliane Schumacher

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
08.01.2009 12:21 | Gerd
"Der wesentliche Grund für diesen Stress liegt auf der Hand: Die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre." ...