Kommentar von CHRISTIAN RATH
Selten waren sich Bürgerrechtler und Lobbyverbände der Industrie so einig: Die Kosten der Vorratsdatenspeicherung müssen den Unternehmen ersetzt werden. Doch dabei ist außer Blick geraten, dass die Firmen am Ende gar ein Interesse an mehr staatlicher Überwachung bekommen könnten.
Mehrere hundert Millionen Euro mussten Telekom- und Internet-Firmen (nach eigenen Angaben) für neue Software und Speicherkapazitäten ausgeben - damit die Vorratsdatenspeicherung für Telefon- und Internet-Verbindungsdaten funktioniert. Das Geld wollen sie zumindest teilweise vom Staat zurück. Und bei dieser Forderung erhielten sie bisher große Unterstützung von den Gegnern der umstrittenen Zwangsspeicherung.
Das Kalkül der Bürgerrechtler ist klar: Entweder der Staat kompensiert die Kosten, dann wird die Überwachung für ihn so teuer, dass er ähnliche Maßnahmen künftig weniger leichtfertig einführt. Oder der Staat spart sich die Entschädigung, dann ist die Vorratsdatenspeicherung schon deshalb verfassungswidrig.
Die jetzt gefundene Lösung ist ein bedenklicher Mittelweg. Im Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz wird zunächst nur die Erstattung für einzelne Überwachungsmaßnahmen erhöht. Das heißt: Je mehr polizeiliche Aufträge eine Firma bekommt, desto besser kann sie ihre Fixkosten abdecken. Wer seine Kunden nicht bespitzeln und überwachen muss, bleibt auf seinen Kosten sitzen.
Zu Recht warnen Anwälte bereits vor einem Paradigmenwechsel: Bisher haben Telekom-Firmen die staatlichen Spitzelaufträge oft hinterfragt - im Interesse ihrer Kunden und auch im eigenen Interesse, weil sie bei jedem Auftrag Verluste machten. Mit den neuen kostendeckenden Pauschalen könnten sie bald aber ein Interesse an möglichst vielen Aufträgen haben. Aus Datenschützern würden so, zugespitzt gesagt, besonders effiziente und willige Ermittlungshelfer.
Sollte diese Entwicklung tatsächlich eintreten, dann dürfte das bemerkenswerte Bündnis zwischen Industrie und Bürgerrechtlern sehr schnell wieder beendet sein.
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Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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