Kommentar von Jenni Zylka
Dass die Fälschung seiner Geburtsurkunde, die den "Musikantenstadl"- und "Feste der Volksmusik"-Moderator und Sänger nicht als 27-jährigen, sondern 57-jährigen entlarvte, jetzt bekannt wurde, hat gleich zwei gute Seiten: Die jahrelange Verwirrung und die Schmerzen, die die Vorstellung bereitete, der silberhaarige Operettenfan sei ein Twen, ein junger Hüpfer, ein Küken, das in den 80ern geboren ist, haben nun endlich ein Ende.
Zu absurd wirkte Silbereisen aber auch als angeblich jugendlicher Karl-Moik-Nachfolger, zu sehr an jenen silbernen Haaren herbeigezogen sein Lebenslauf, der ihn bereits mit sechs Jahren als Mitglied des bei Volksfesten auftretenden Duos "Lustige Almdudler" aufwies. Als logischer empfinden seine vielen Gegner die Erkenntnis, Almdudler Silbereisen sei zu diesem Zeitpunkt bereits 36 gewesen. Wie der heute 57-Jährige sich seine tatsächlich recht kindische Ausstrahlung bewahrt hat, steht auf einem anderen Blatt, auf dem auch die Adressen der vielen illegal arbeitenden Botox- und Permanent-Theater-Make-up-Praxen stehen.
Der zweite positive Effekt der neuen Erkenntnisse über Silbereisen sind deren Konsequenzen: Die ARD wird ihn aus dem Verkehr ziehen müssen. Ein Moderator, der sich durch gefälschte Angaben über sein Alter bei der Kukident-Generation einschleichen will, der vorsätzlich behauptet, auch U-30-Menschen würden dem Segment Volksmusik und Operette echtes Interesse entgegenbringen, gehört vom Sender.
Die ARD wird gut überlegen müssen, ob sie ihr ins Schlingern geratene Geister-Schlachtschiff der Volksmusik nochmal retten kann und will. Würde sie tatsächlich rückhaltlos aufklären wollen, dann könnte sie auch gleich bei Silbereisens Freundin, der Schlagersängerin Helene Fischer, nachhaken, und die ganze Posse ein für alle Mal beenden.
Helene Fischer wurde angeblich 1984 in Russland geboren. Wie sie zu ihrem deutschen Namen kommt und wieso ihre Hits unbedingt "Mal ganz ehrlich" und "Ich glaub dir 100 Lügen" heißen müssen, wäre eine eigene Untersuchung wert.
Eine klare gesetzliche Regelung für Patchworkfamilien kann den Druck nehmen, für alles verantwortlich zu sein. Trotzdem ist zu befürchten, dass Betroffene das ablehnen werden. von Simone Schmollack
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
17.02.2012 22:11 | Anne
Naja, aber eins kann ich nicht glauben. Wie kann man mit 30 so gefaltet sein ?
10.01.2009 11:35 | müller
Hi, ...