Durch ihr Beispiel hat Sigi Harreis vielen Frauen den ehemals steinigen Weg ins Entertainmentgewerbe geebnet. Nun ist die Radio- und Fernsehmoderatorin gestorben.von JAN FEDDERSEN

Eine harmlose, von viel Kindernaivität lebende Show: Sigi Harreis in "Montagsmaler". Bild: dpa
Fast jede Frauenkarriere im Fernsehen fing früher in Sendersekretariaten an oder im Popmusikgewerbe: Die Laufbahn von Sigi Harreis, geboren als Siglinde Dannenmann, begann in den späten Fünfzigerjahren, als ihr Vater sie ermutigte, doch ihre Dolmetscherausbildung mit Aushilfsjobs beim Bayerischen Rundfunk zu finanzieren. Dem berühmten "Was bin ich?"-Moderator Robert Lembke sprach sie also vor - und wurde angeheuert. Zunächst als Kabelträgerin, Scriptgirl, später als Reporterin und Moderatorin. Durch ihr Beispiel hat Sigi Harreis vielen Frauen den ehemals steinigen Weg ins Entertainmentgewerbe geebnet. Sigi Harreis wurde schließlich eine bekannte Stimme, sonor, klar, gemessen an vielen der heutigen Radiomoderatorinnen absolut unpiepsig und präsent. "Ein begnadetes Radiotalent" nannte sie SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann gestern.
Eine gewisse unparfümiert wirkende Patentheit umgab sie - genau das schätzte das Mediengewerbe an Frauenfiguren wie der ihrigen: Harreis war eine der populärsten Radiostimmen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ihr hörte man gern zu - eine Art robust-feinfühlige Frau, so fantasierte man, die ihr Herz auf dem rechten Fleck hatte.
Anfang der Achtzigerjahre trat sie schließlich, zunächst im Dritten Programm, dann im Ersten, die Nachfolge von Frank Elstner in der Fernsehshow "Montagsmaler" an - und wurde die erste Moderatorin, die im deutschen Fernsehen eine eigene Show bekam. Die "Montagsmaler" - die schienen ihr wie auf den Leib geschneidert: eine kleine, harmlose, von viel Kindernaivität lebende Show, die auf Gelassenheit statt auf Tempo setzte.
Bis Mitte der Neunziger war sie das Gesicht der "Montagsmaler" - die das Privatfernsehen zuletzt leicht ältlich aussehen ließ. Harreis arbeitete weiter, verkörperte unter anderem "Die Landärztin" in der populären SWF3-Radiocomedy "Dr. Marianne 013", die derzeit mit Anke Engelke neu aufgelegt wird. In den vergangenen Jahren lebte die gebürtige Tübingerin auf Mallorca und in München. Im Alter von 71 Jahren ist sie dort nun nach langer Krebserkrankung gestorben.
JAN FEDDERSEN
Eine Studie warnt vor Valentinsrosen. Acht von zehn Rosensträußen enthalten Pestizidrückstände, die teils stark krebserregend sind. Besonders Supermarktketten sind betroffen. von Ulrich Goll

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare