EU-Rahmenbeschluss gegen Rassismus: Deutschland muss künftig Leugnung von Völkermorden bestrafen.von Christian Rath
FREIBURG taz Der Aufruf zum Rassenhass und die Leugnung von Völkermorden muss künftig in allen EU-Staaten bestraft werden. Dies sieht der Rahmenbeschluss gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vor, den die EU nach langen Verhandlungen beschlossen hat. Deutschland hat nun zwei Jahre Zeit, seine Strafgesetze anzupassen.
Der Beschluss verlangt, dass die Aufstachelung zu Hass und Gewalt gegen eine ethnische oder religiöse Gruppe mit Haft bis zu drei Jahren bestraft wird. Rassistische Motive bei anderen Delikten müssen auch strafverschärfend berücksichtigt werden können. Diese Anforderung erfüllt das deutsche Recht bereits.
Es gibt aber auch Änderungsbedarf. So muss künftig die Billigung, Leugnung oder "gröbliche" Verharmlosung von Völkermorden bestraft werden, wenn sie dazu dient, zum Hass gegen ethnische Gruppen aufzustacheln. In Deutschland war bisher nur die historische Wahrheit über den Holocaust strafrechtlich geschützt. Über andere Völkermorde, wie den serbischen Völkermord an Muslimen in Srebrenica, durfte straflos auch mit kruden Argumenten diskutiert werden. Neu für Deutschland ist auch, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Angriffskriege nicht mehr gebilligt, geleugnet oder verharmlost werden dürfen.
Einzige Einschränkung: Einzelne Staaten können sich entscheiden, nur die Leugnung und Verharmlosung solcher Taten zu bestrafen, die bereits gerichtlich als Völkermord oder ähnliches Verbrechen bewertet wurden. Selbst die Leugnung des Holocaust war bisher nur in 9 von 27 EU-Staaten strafbar. CHR
Vergangenes Jahr waren in jeder zweiten Woche mehr Soldaten in Afghanistan als vorgesehen. Zeitweise seien bis zu 300 Personen zu viel im Einsatz gewesen. von Gordon Repinski

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Disney erlaubt seinen Mitarbeitern endlich offiziell das Tragen von Gesichtsbehaarung. Anlass für ein taz-Bartquiz.

Leserkommentare