Die Entwicklung von Kindern und Erwachsenen im Bildungssystem kann künftig über Jahre verfolgt werden. von ANNA LEHMANN

Achtung Kleiner: Die Bildungsforscher beobachten Dich! Bild: dpa
BERLIN taz Wie entwickeln sich Begabungen von Geburt an, woran scheitern Kinder während ihrer Schullaufbahn und wer schafft es an die Uni - all das wird künftig wissenschaftlich in großem Stil erforscht. Mit einer neuen Längsschnittstudie, dem nationalen Bildungspanel, verfolgen Wissenschaftler erstmals die Wege der Deutschen im Bildungssystem. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) stellte dieses neue Florett der Bildungsforscher gestern in Berlin vor: Damit bestehe dauerhaft die Chance, Fakten zur Grundlage von Bildungspolitik zu machen. "Ich bin überzeugt, dass das Panel zur wichtigsten Quelle für bildungspolitisches Handeln werden kann."
Spätestens seit der ersten Pisa-Studie von 2001 sind Ergebnisse aus der Bildungsforschung ein probates Mittel, um in Deutschland Politik zu machen. Doch während die Pisa-Studie eine Querschnittstudie ist, also eine Momentaufnahme des Bildungssystems, wird das Bildungspanel Biografien nachzeichnen, ähnlich wie das sozioökonomische Panel Lebensläufe von Familien verfolgt.
Beim nationalen Bildungspanel arbeiten über 150 Wissenschaftler aus Deutschland und dem Ausland mit. Sie beobachten ab 2010 mehr als 60.000 Kinder und Erwachsene. Damit es nicht jahrelang dauert, bis die ersten Ergebnisse vorliegen, befragen sie jeweils Gruppen, die vor wichtigen Stationen ihrer Bildungslaufbahn stehen. An der ersten Erhebung nehmen Vorschulkinder teil, Fünftklässler, die ins gegliederte Schulsystem gestartet sind, Neuntklässler vor dem Absprung in die Ausbildung oder erweiterte Oberschule, Studienanfänger und Erwachsene, deren Weiterbildungskarrieren erforscht werden. Ab 2012 sollen Erstklässler sowie Mütter und die frühkindliche Entwicklung ihrer Neugeborenen einbezogen werden. Die ersten Ergebnisse lägen voraussichtlich 2011 vor, sagte der Leiter des Panels, Hans-Peter Blossfeld von der Universität Bamberg.
Der Bund finanziert die Untersuchung mit rund 50 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren. Der sachsen-anhaltische Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) lobte den Bund: "Wir Länder begrüßen die Ausweitung der Bildungsforschung ausdrücklich."
Bund und Länder treffen sich und reden über die Energiewende. Die Beteiligten fandens toll, gelöst wurde nichts – dafür trifft man sich jetzt regelmäßiger. von Hanna Gersmann

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare