Ein Geschäftsmann führt akademische Grade, die ihm offenbar nicht zustehen. Daher wurde er nun angezeigt.von MARVIN OPPONG
Ein Psychologieprofessor aus Nordrhein-Westfalen hat bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart Strafanzeige gegen den "Chefdenker" des G.R.P. Instituts für Rationelle Psychologie, Henner Ertel, wegen des Verdachts des Missbrauchs akademischer Titel erstattet. Ertel wird vorgeworfen, die Grade "Doktor" und "Professor" zu Unrecht zu führen.
Als "Professor für Neuropsychologie" produziert er seit Jahren Schlagzeilen mit pseudowissenschaftlichen Studien, die von Medien wie Bild, Mens Health, P.M., Focus, Stern, FAZ, SZ, Spiegel Online, aber auch von der taz zitiert wurden. Außerdem gibt Ertel an, Rektor und Vizekanzler einer "University of Neuroscience" in London zu sein. Das "Informationssystem zur Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse" der Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen kennt die Hochschule ebenso wenig wie das britische "Register of Education and Training Providers". Wie der Anzeigenerstatter zutreffend moniert, ist die Universität nur eine Briefkastenfirma. Das bestätigten taz-Recherchen bei dem UPS-Unternehmen "Mail Boxes Etc.".
In einer "Richtigstellung", die Ertel auf Anfrage verschickt, wehrt er sich gegen die Vorwürfe: "Ich habe einen ,ordentlichen' Master, Doktor und eine Professur." Der taz wollte er auf Anfrage nicht beantworten, von welcher Bildungseinrichtung und in welcher Fachrichtung er zum Professor berufen wurde.
Nach §132a StGB wird das unbefugte Führen akademischer Grade mit einer Haftstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet.
Er hat sich selbst angezeigt und kommt deshalb um eine Gefängnisstrafe herum. Im Kika-Prozess ist das Urteil gefallen: Der Ex-Geschäftsführer bekommt eine Bewährungsstrafe.

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
12.09.2008 06:45 | A. Skrypek
Ha ha: Erst war Henner 'ne große Zugnummer - jetzt wird er zur größten Lachnummer des Jahres! Er kommt noch mal "ganz groß ...