Kommentar von ANDREAS ZUMACH
Viele Kommentatoren des Kaukasuskrieges sind sich einig: Wenn der Westen nicht entschlossen auf Russlands völkerrechtswidriges Vorgehen in Georgien reagiert, wachse die Gefahr, dass Moskau künftig in ähnlicher Weise auch gegen andere Staaten im früheren sowjetischen Machtbereich vorgeht. Deshalb müsse die Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die Nato so schnell wie möglich erfolgen und das "Raketenabwehr"-Projekt der USA in Osteuropa realisiert werden.

Andreas Zumach ist taz-Korrespondent bei den UN in Genf. Foto: kristin flory
Die Analyse ist falsch und die Schlussfolgerung kontraproduktiv. Georgien mit seinen Grenzen zu Russland, zum Schwarzen Meer und zur Türkei hat seit dem Ende der Sowjetunion als Kernland der kaukasischen Transitregion für den Transport von Öl und Gas aus dem Kaspischen Becken und aus Zentralasien eine überragende strategische Bedeutung, und zwar sowohl für Russland als auch für die USA. Warum sonst betreiben die USA bereits seit Mitte der 90er-Jahre systematisch die Aufrüstung Georgiens und seine Einbindung in die Nato?
Auch Russlands Interessen an Georgien existieren unabhängig davon, ob in Moskau eine an Demokratie und Reformen orientierte Regierung herrscht, wie in den 90ern, oder ein autokratisches Regime wie jetzt unter den Herren Putin und Medwedjew. Aus diesen Interessen heraus ist das Verhalten Moskaus in der Auseinandersetzung um Georgien zwar nicht entschuldbar, aber doch erklärbar. Keine andere der heute unabhängigen exsowjetischen Republiken oder der früheren osteuropäischen Bündnisstaaten der UDSSR hat eine auch nur annähernd so große Bedeutung wie Georgien. Auch nicht die zentralasiatischen Republiken mit ihren großen Öl- und Gasvorkommen, auch nicht Litauen mit dem noch von Russland genutzten Seehafen - und schon gar nicht Polen. Daher ist ein militärisches Vorgehen Moskaus gegen einer dieser Staaten keine reale Gefahr. Allerdings: Mit der Raketenstationierung macht sich Polen zum Teil des strategischen Kalküls der USA gegen Russland. Und die Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die Nato wäre keine verlässliche Sicherheitsgarantie für diese Länder, sie würde im Gegenteil die Gefahr künftiger Kriege im exsowjetischen Machtbereich erhöhen.
Der Refrain, die Griechen seien Schuld, erlaubt es, Griechenland neue Zugeständnisse abzuverlangen. Auch wird die Schuldfrage geklärt, falls das Land pleite geht. von Eric Bonse
Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

Leserkommentare
20.08.2008 08:25 | koralle
liebe leserInnen: ich weiß es ist unvorstellbar, aber sind sie schon auf die idee gekommen, dass es kriege geben könnte (vo ...
20.08.2008 00:35 | vic
Endlich! Ich freue mich, auch einmal einen Kommentar zu lesen der nicht mit allen anderen in´s gleiche Horn bläst. ...