Als einige Militante Anti-G-8-Demonstranten versuchten, in den Sicherheitsbereich einzudringen, begann die Polizei ihre Prügelorgie.von MICHAEL BRAUN

Randale statt auf symbolisches Gerangel. Bild: dpa
ROM taz "Un altro mondo è possibile" - "Eine andere Welt ist möglich". Hunderttausende Menschen strömten am 20. und 21. Juli 2001 nach Genua, um gegen den G-8-Gipfel zu protestieren, dessen Gastgeber der damals gerade frisch gewählte Ministerpräsident Silvio Berlusconi war.
In eine Festung hatte sich die Stadt verwandelt; fast das gesamte Zentrum war zur "roten Zone" erklärt und mit hohen Barrieren abgesperrt worden; etwa 20.000 Beamte wurden aufgeboten, um den Protest in Schach zu halten. Denn schließlich zeichnete sich ab, dass die zwei Jahre zuvor in Seattle entstandene globalisierungskritische Bewegung in Genua einen erneuten Beweis ihrer Stärke abliefern würde.
Ein Bündnis von nie da gewesener Breite hatte sich im "Genoa Social Forum" zusammengefunden: Katholische Schwestern und Pfadfinder waren ebenso vertreten wie Gewerkschafter und die radikal linken "Ungehorsamen". Gemeinsam wollten sie den Protest gegen die Mächtigen - "Ihr seid acht, wir sechs Milliarden" - organisieren und die "rote Zone" belagern, ja womöglich symbolisch in sie eindringen. Fröhlich sollte der Protest werden, ein bisschen Gerangel mit der Polizei war eingeplant - mehr aber auch nicht.
Es kam anders. Einige hundert Militante des "schwarzen Blocks" setzten auf Randale statt auf symbolisches Gerangel - und die Polizei nutzte ihre Aktionen als Vorwand, um unterschiedslos mit größter Brutalität alle Demonstrationen rund um den Gipfel zu attackieren, mit Tränengas- und Schlagstockeinsätzen. Genua verwandelte sich in ein Schlachtfeld, und am Rande der Demonstration der "Ungehorsamen" erschoss schließlich ein Carabiniere den 20-jährigen Carlo Giuliani. Der Schütze wurde nie vor Gericht gestellt, da er aus Notwehr gehandelt habe. Vor Gericht standen dagegen 25 Demonstranten; sie wurden im Dezember 2007 zu teils sehr hohen Haftstrafen verurteilt. Bis zu elf Jahre gab es für sie; und anders als die jetzt abgeurteilten Beamten dürfen sie nicht auf rasche Verjährung ihrer Straftaten hoffen.
Auf die können dagegen jene 28 Polizisten setzen, gegen die noch der Prozess wegen des Sturms auf die Scuola Diaz läuft. Im Herbst wird dort das Urteil erwartet. MICHAEL BRAUN
Die Gewalt in Syrien hört nicht auf. Die UN-Vollversammlung stimmt über eine Resolution ab. China will einen Gesandten schicken, die Türkei plädiert für einen humanitären Hilfskorridor.

Egal ob in Ost-, West-, Südeuropa oder in Kaschmir – überall ist es kalt. Verdammt kalt. Für viele Menschen ist das dramatisch und sogar lebensgefährlich. Aber die Kälte bringt auch Schönes und Erfreuliches.

77.000 Deutsche reisen jährlich auf die Malediven. Gerade herrschen Turbulenzen im Inselparadies: Soldaten schlagen Polizisten und die schlagen den Präsidenten. Am Ende geht nicht die Insel, sondern der Präsident unter.

Ob Ei, Mehl, Schuh oder Torte, schon so mancher Politiker wurde in der Vergangenheit Opfer einer Zuschauerattacke. Wer hat was abbekommen?

Einfach nur gebrauchte Computer verkaufen ist ja wohl langweilig. In diesem Laden in Österreich gibt es außerdem Palatschinken, einen schnelldrehenden Flohmarkt und seeeeehr viele Hinweisschilder. Irre!

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