Die "Zeit" berichtet von einem "Geheimtreffen" zwischen SPD- und Linke-Politikern. Tatsächlich wurden Treffen in einem Grundsatzpapier öffentlich angekündigt.von STEFAN REINECKE
SPD-Bundespolitiker haben sich am Montag mit jungen Linkspartei-Politikern getroffen. Dabei waren u.a der Ex-Juso-Chef und SPD-Bundestagsabgeordnete Nils Annen und die Geschäftsführerin der "Denkfabrik der SPD-Bundestagsfraktion" Angela Marquardt. Für die Linkspartei waren Parteivize Halina Wawzyniak, der früheren Berliner Landeschef Stefan Liebich sowie der Bundestagsabgeordnete Jan Korte dabei. Ort des Treffens war eine Kneipe im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Laut der Wochenzeitung "Zeit" handelte es sich um "Geheimtreffen."
In einem Grundsatzpapier der "Denkfabrik SPD-Bundestagsfraktion" ist allerdings nachzulesen, dass "wir uns auch mit der Partei Die Linke treffen werden" um "respektvolle Streitgespräche" zu führen. Veröffentlicht wurde dieses Papier am 7. Mai. Anders gesagt: Noch nie wurde ein geheimer Plan so langfristig und offenherzig angekündigt wie dieser. Laut taz-Information dauerte das Treffen zwei Stunden, dann sei man Fußball gucken gegangen.
Halina Wawzyniak sagte der taz, es sei " völlig normal, sich mit jungen Sozialdemokraten" zu treffen. Bei dem Gespräch sei es um alles möglich gegangen - von der Debatte um Grundsicherung bis zum Kampf gegen Rechtsextremismus. Über Koalitionen sei kein einziges Wort gefallen. Es war, so Wawzyniak, "ein ziemlich normales Kneipengespräch."
Die Fantasie, dass hier indes Bedeutendes im Hinterzimmer verhandelt wurde, beflügelt auch die Figur Angela Marquardt, die in den 90er Jahren stellvertretende PDS-Chefin war und kürzlich in die SPD eintrat. Marquardt meinte zur taz, dass die Bedeutung des Treffens sehr überschätzt werde. "Das Treffen hatte den Zweck, sich mal kennenzulernen". Dass der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei Dietmar Bartsch eingeladen wurde, sei falsch. Weitere Treffen sind derzeit nicht geplant.
Merkwürdig wirkt die Aufregung auch, weil die Juso-Chef Franziska Drohsel kürzlich öffentlich mit dem Linksparteipolitiker Jan Korte über Rot-Rot-Grün debattierte - ohne damit allzu viel öffentliches Aufsehen zu erregen.
Die Vize-Chefin der Linkspartei Halina Wawzyniak bekannte, dass sie neulich - horrible dictu - mit einem FDP-Mitglied Fussball geguckt hat.
„Die syrische Regierung missachtet den Friedensplan.“ Der UN-Sicherheitsrat hat das Blutbad mit fast 120 Toten in Syrien scharf kritisiert. Jedoch: Direkt verurteilt wurde das Regime nicht.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare